
Feierst du Weihnachten?
Und falls ja, fährst du dafür woanders hin – oder richtest du es selbst aus?
Ich verbinde die Feiertage nicht mit Religion, aber mit Familie. Und mit diesem Kalender-Vakuum zwischen den Jahren, wenn eine Woche lang die Arbeit liegen bleiben darf, nichts passiert, niemand was von einem will. Ich habe das Glück, mich mit meiner Familie gut zu verstehen. Wir freuen uns auf diese Zeit, auf „3 Männer im Schnee“ und Knödel mit Rotkohl und einfach zusammen rumzuhängen.
Leider geht das nicht allen so. Viele verbinden mit Weihnachten vor allem Stress. Zwischenmenschlichen Stress, Geschenke-Stress, Orga-Stress. Dann ist es gar nicht so leicht, in diese gemütlich-vorfreudige Stimmung zu kommen. Falls du noch nicht so weit bist: Hier sind ein paar Tipps!

Was ich auf der Fahrt nach Hause höre
Der Deutschlandfunk hat eine Schatzkiste, die – wie es sich für Schatzkisten gehört – leicht verstaubt in der hintersten Ecke der Audiothek versteckt ist. „Aus den Archiven“ heißt die Reihe, für die die Redaktion Jahrzehnte alte Radiosendungen noch einmal hervorkramt. So habe ich „100 Mark und ein fröhliches Weihnachtsfest“ von Hans Fallada gefunden.
Der 1947 verstorbene Autor war bekannt dafür, das Glück und Leid der sogenannten „kleinen Leute“ literarisch festzuhalten. Diese Geschichte handelt von einem frisch verheirateten jungen Paar, das wenig Geld hat – aber viele Wünsche zu Weihnachten … Die Aufnahme ist perfekt zum Anhören, während du Geschenke einpackst, auf der Fahrt nach Hause oder wenn du dich endlich auf dem Sofa ablegst.

Whamageddon: Wer überlebt bis Heiligabend?
Meine Freundin Bianca ist in einer Telegram-Gruppe, in der über 80 Leute eine gemeinsame Vorweihnachts-Challenge eingehen: Sobald man zum ersten Mal „Last Christmas“ von Wham! hört, hat man verloren. Ihre Freunde, sagt sie, hätten richtige Vermeidungsstrategien entwickelt, um nicht zufällig von dem Song erwischt zu werden – im Autoradio zum Beispiel, im Supermarkt oder auf der Firmenfeier. Wer trotzdem „gewhamt“ wurde, beschreibt in der Gruppe noch einmal, wann und wo es passiert ist. Und verabschiedet sich dann aus dem Spiel.

Hast du auch funny Weihnachtsrituale im Freundeskreis oder der Familie? Dann antworte gerne mal auf diese Mail, ich bin neugierig!
Oh, und Cover-Versionen sind übrigens erlaubt beim Whamageddon! Deshalb will ich dir hier direkt meine beiden liebsten ans Herz legen: frisch entdeckt habe ich die Version von Sean Riesewell. Er hat den Song im Stil der Comedian Harmonists ins Deutsche übertragen 🎶

Und dann ist da noch die Version von „Kings of Convenience“-Mitgründer Erlend Øye – die kann ich wirklich in Dauerschleife laufen lassen. Weil sie richtig gut die Traurigkeit des Textes herausarbeitet und zugleich so warm klingt.
Das beste (und schlechteste) Weihnachtsgeschenk aller Zeiten
Was schenke ich meinen Eltern? Das ist für mich jedes Jahr die schwierigste Frage. Meine Eltern kaufen sich, was sie brauchen, und haben inzwischen einfach alles. Also versuchen wir ihnen Erlebnisse zu schenken. Wenn sie dann aber den Termin für das Peter-Kraus-Konzert VERSCHLAFEN und die Tickets ungenutzt in Mamas Küchenablage liegen bleiben, ist das für uns Töchter, nunja, ernüchternd.
Seit Jahren überlege ich deshalb, es wie Comedian André Herrmann zu machen. Er hat seinen Eltern auch ein Erlebnis zu Weihnachten geschenkt: ihren allerersten Joint. Was dann passierte … müsst ihr euch selbst anschauen:
Ich habe diesen Auftritt inzwischen bestimmt 10 Mal gesehen und lache mich immer noch schlapp. Und das ist vielleicht die beste Überlebensstrategie, falls du dich vor den Feiertagen gruselst: Lachen. Einfach lachen.

Danke, dass du bis hierhin gelesen hast! Im neuen Jahr will ich in diesem Verteiler weitermachen und einige Dinge ausprobieren, die einfach besser in eine Mail passen als auf Instagram. Ich würde mich riesig freuen, wenn du dabei bleibst 💌
Jetzt wünsche ich dir aber erstmal ein paar entspannt-gemütliche letzte Dezembertage!
Bis ganz bald,
deine Eva
“It's a funny thing coming home. Nothing changes. Everything looks the same, feels the same, even smells the same. You realize what's changed is you.”